Autor: peterplantpower

  • Haferflocken mit Chia

    Hier ist nun wirklich ein gesundes und vollwertiges Frühstück, auch für Faule. Der Vorteil daran ist, dass alle Zutaten roh sind. Man muss nichts aufwärmen oder kochen. Einfach am Vorabend ein paar Zutaten vermischen und morgens etwas Obst in Stücke schneiden. Das ist alles.

    Das Ergebnis ist nahrhaft, lecker und erfrischend – perfekt für die warme Jahreszeit. Haferflocken lassen sich natürlich in der kalten Jahreszeit auch warm zubereiten.

    Was Sie für 1 Portion benötigen:

    • ca. 50 g Haferflocken
    • eineinhalb Suppenlöffel Chiasamen
    • ein Esslöffel geschroteter Leinsamen
    • ca. 250 ml pflanzliche Milch
    • ein Esslöffel Agaven- oder Ahornsirup
    • eine Prise jodiertes Meersalz oder Kräutersalz
    • ein Kaffeelöffel Zimt
    • Obst nach Wahl

    Im Handumdrehen fertig:

    1. Geben Sie die Haferflocken und die Chiasamen in eine Schüssel oder – noch besser – in ein Glas mit Deckel.
    2. Gießen Sie die pflanzliche Milch darüber und vermischen Sie alles gut. Die Haferflocken quellen auf. Achten Sie also darauf, dass sie vollständig mit Flüssigkeit bedeckt sind.
    3. Verschließen Sie das Glas oder decken Sie die Schüssel ab, stellen Sie sie in den Kühlschrank und lassen Sie sie über Nacht einweichen.
    4. Rühren Sie morgens noch einmal kurz um und fügen Sie gegebenenfalls etwas zusätzliche Milch hinzu, falls die Masse zu trocken ist.
    5. Schneiden Sie das Obst in Stücke und mischen Sie es unter. Sie können noch ein paar Nüsse darüber streuen, am besten eingeweichte.

    Fertig ist das Frühstück.

    Dieses Frühstück enthält keinen zugesetzten Zucker, hat eine samtweiche Konsistenz und einen eher neutralen Geschmack, wodurch das Obst gut zur Geltung kommt.

    Es sorgt garantiert für ein Sättigungsgefühl, das stundenlang anhält.

    Guten Appetit!

    Noch mehr pflanzliches Eiweiß

    Betreiben Sie Krafttraining oder intensiven Sport? Dann können Sie den Proteinanteil erhöhen. So geht’s:

    • 3 Esslöffel Chia (statt eineinhalb)
    • wählen Sie auf jeden Fall Sojamilch, die ist reich an Protein
    • einen Messlöffel pflanzliches Proteinpulver unterrühren
    • einen großzügigen Messlöffel Sojajoghurt daraufgeben

    Welche pflanzliche Milch wähle ich am besten?

    Sie können jedes beliebige pflanzliche Getränk wählen, wie Sojamilch, Hafermilch oder eine Milch auf Nussbasis.

    Nussmilch lässt sich am einfachsten selbst herstellen, und zwar in den für Sie passenden Mengen. Sojamilch enthält von allen pflanzlichen Milchersatzprodukten den höchsten Anteil an pflanzlichem Eiweiß..

    Sind Haferflocken roh?

    Sind Haferflocken eigentlich „roh“ im strengen Sinne des Wortes? Nicht wirklich. Haferflocken sind maschinell zwischen Walzen flachgepresste Haferkörner, was doch mit einer gewissen Erhitzung einhergeht. Daher übrigens auch die englische Übersetzung: „rolled oats“. Dennoch ist dieses Walzen eine viel schonendere Verarbeitung als beispielsweise das Kochen. Getreide wird im Allgemeinen am besten entweder gekeimt oder gekocht verzehrt. In diesem Rezept sorgt das Walzen und anschließende Einweichen der Haferflocken für eine gute Verdaulichkeit.

    Was ist Chia und hat es Vorteile?

    Chia, das sind die kleinen, weiß-schwarzen Samen der Pflanze mit dem lateinischen Namen Salvia hispanica. In Wasser eingeweicht quellen sie auf, da sie an der Außenseite eine geleeartige Hülle bilden. Daher werden sie in pflanzlichen Rezepten auch gerne als Ersatz für Eier verwendet. Sie sind als „Superfood“ äußerst beliebt.

    Aber was ist daran so „super“? Nun, sie enthalten relativ viel pflanzliches Eiweiß von guter Qualität und sind recht leicht verdaulich. Außerdem enthalten sie viele Ballaststoffe, viele Omega-3-Fettsäuren und Mineralstoffe wie Kalzium, Phosphor, Magnesium und das Spurenelement Kupfer. Auch Vitamine wie B1, B3 und auffallend viel Vitamin E.

    Was ist Omega-3?

    In dieser Grundzubereitung für ein Haferflocken-Frühstück mit Chia sind nicht weniger als 4,4 g Omega-3 in Form von ALA enthalten.

    Omega-3 ist eine bestimmte Art von Fett(säure). Sie ist für eine gute Gesundheit unverzichtbar. Es gibt drei Formen von Omega-3: ALA, DHA und EPA.

    Die Chiasamen und die geschroteten Leinsamen, die wir in diesem Rezept verwenden, sind hervorragende Quellen für Omega-3.

    Nährwerte für Chiasamen

    Chiazaad, onbewerkt, per 100 g:

    EnergieKohlenh.ZuckerFettGesätt. FettProteineBallast-stoffeSalz
    486 kcal42,1 g0,9 g30,7 g3,8 g16,5 g34,4 g0 g

    Nährwerte für Haferflocken mit Chia

    Die Nährwerte für 100 g des oben genannten Rezepts, zubereitet mit Sojamilch und Agavensirup als Süßungsmittel.

    Achtung: Das Obst, das du eventuell nach der Ruhezeit im Kühlschrank hinzufügst, wurde nicht berücksichtigt. Die Werte sind ungefähre Angaben:

    EnergieKohlen-hydrate.ZuckerFettGesätt. FettProteineBallast-stoffeSalz
    123 kcal16 g1,8 g4,5 g0,6 g5,8 g4,2 g0,05 g

    Frühstücken oder nicht frühstücken?

    Mit Frühstück meine ich eigentlich deine erste Mahlzeit des Tages. Man kann darüber diskutieren, ob das Frühstück früher oder später am Tag eingenommen wird. Vieles hängt von deinen täglichen Aktivitäten und deinem Tagesablauf ab. Früher neigte ich dazu, morgens ziemlich schnell mit dem Essen anzufangen, aber mittlerweile kommt es manchmal vor, dass ich erst um 10 Uhr, um 11 Uhr oder sogar noch später zum ersten Mal etwas esse. Schließlich ist es wichtig, Ihrem Verdauungssystem ausreichend Ruhephasen zu gönnen, mindestens 8 oder sogar 16 Stunden pro Tag. So geben Sie Ihrem Körper die Zeit, die Nahrung nach der Verdauung aufzunehmen und die Abfallstoffe auszuscheiden.

    Vermeiden Sie ständiges Essen

    Viele Probleme mit übermäßigem Essen und Übergewicht haben ihre Ursache darin, dass wir uns von morgens bis abends ständig vollstopfen. Werbung und Marketing versuchen, uns ständig dazu zu verleiten. Den Hunger zu stillen ist jedoch etwas ganz anderes als süchtig nach dem Gefühl eines vollen Magens zu sein.

  • Feigen-Ingwer-Kekse

    Für einen gesunden süßen Snack braucht man wirklich kein Ei und kein Milchprodukt!

    Die Regale in den Supermärkten sind voll mit ungesunden, stark verarbeiteten Keksen voller zweifelhafter Zutaten. Und in 99 % der Kekse sind Milchderivate und/oder Eier enthalten.

    Mit diesen hausgemachten, supergesunden veganen Feigen-Ingwer-Keksen nehmen wir Hühner und Kühe aus der Produktionskette heraus und tun gleichzeitig etwas positives für uns selbst, unsere Gesundheit und unsere Umwelt.

    Denn ganz abgesehen von der systematischen Grausamkeit, unter der Nutztiere leiden müssen, haben Lebensmittel tierischen Ursprungs zudem einen ökologischen Fußabdruck, der um ein Vielfaches höher ist als der von pflanzlichen Lebensmitteln.

    Die Zutaten für diese Kekse (ca. 15 Stück):

    Flüssige Zutaten:

    • 2 Esslöffel Mandelpüree
    • 100 ml Sojamilch
    • 2 Esslöffel Agavensirup oder Ahornsirup oder Reissirup

    Trockene Zutaten:

    • ein großes Stück frischer Ingwer (10 bis 15 g)
    • 70 g getrocknete Feigen
    • ca. 30 g Mandeln
    • 100 g Haferflocken
    • 50 g Vollkornmehl (Weizen, Roggen oder Dinkel)
    • 1 Teelöffel Backpulver

    Die Zubereitung, Schritt für Schritt:

    1. Den Ingwer schälen und fein hacken. Auch die Feigen in Stücke schneiden.
    2. Die Mandeln grob hacken.
    3. Alle trockenen Zutaten in eine Schüssel geben und das Backpulver hinzufügen.
    4. Die trockenen Zutaten vermischen.
    5. Geben Sie die flüssigen Zutaten in einen verschließbaren Becher und schüttlen oder mixen Sie sie gut durch.
    6. Gießen Sie die flüssigen Zutaten zu den trockenen Zutaten.
    7. Vermischen Sie alles mit einer Gabel zu einem festen Teig.
    8. Formen Sie etwa fünfzehn Plätzchen und legen Sie sie auf ein Blatt Backpapier auf einem Backblech.
    9. Bei 200 °C 10 Minuten backen, dann die Temperatur auf 160 °C senken und weitere 15 bis 20 Minuten backen. Dann kommen sie leicht goldbraun aus dem Ofen.
    10. Guten Appetit!

    Diese Kekse sind sehr nahrhaft und gesund, enthalten aber auch einige Kalorien!Also: Genieße sie in Maßen, wenn Sie abnehmen möchten.

    Feigen-Ingwer-Kekse, pro 100 g Produkt

    Die Werte sind ungefähre Angaben.

    EnergieKohlenh.
    Zucker
    Fett
    Gesätt. Fett
    ProteinBallast-stoffeSalz
    227 kcal9,8 g1,1 g15,5 g11,2 g13,7 g3,0 g0,13 g

  • Proteinreicher Tofu-Salat

    Dieser Salat ist eine tolle und viel gesundere Alternative zum traditionellen Eiersalat. Und warum das so ist, können Sie lesen unter dem Rezept.

    Schmeckt lecker auf Vollkornbrot, Vollkorntoast oder Mehrkorncrackern.

    Zutaten:

    • 200 bis 250 g fester Tofu
    • 250 bis 350 g Seidentofu
    • ein Bund Frühlingszwiebeln oder eine kleine gelbe oder rote Zwiebel
    • 5 bis 6 eingelegte Gewürzgurken aus dem Glas
    • Zwei oder drei Stangen grüner oder weißer Sellerie
    • ein Kaffeelöffel Kurkuma
    • ein Teelöffel Zwiebelpulver oder Zwiebelgranulat
    • Knoblauchpulver oder Knoblauchgranulat, auch ein Teelöffel
    • ein halber bis ein voller Teelöffel Kala-Namak-Salz oder Kräutersalz
    • schwarzen Pfeffer, eine großzügige Menge nach Geschmack
    • ein Teelöffel Senf
    • etwas Apfelessig, ein bis zwei Teelöffel
    • eventuell frische grüne Kräuter wie Dill oder Petersilie

    So bereiten Sie das zu:

    Dieser Salat ist wirklich im Handumdrehen fertig.

    1. Schneiden Sie die Frühlingszwiebel, den Sellerie, die Gewürzgurken und die frischen Kräuter fein.
    2. Den festen Tofu mit einer Gabel zerkleinern oder zerdrücken und mit dem Seidentofu vermengen.
    3. Alle Gewürze, das Salz und den Pfeffer zum Tofu geben und gut vermischen.
    4. Die gehackten Gemüse und die frischen Kräuter hinzufügen und gut vermischen.
    5. In einen oder mehrere verschließbare Glasbehälter umfüllen.

    Fertig!

    Tipp: Anstelle von Kala Namak können Sie auch einfach jodiertes Meersalz, Kräutersalz oder Himalaya-Salz verwenden. Kala Namak ist ein Mineralsalz aus Asien, das ein schwefelartiges Aroma hat, das stark an den Geschmack von gekochten Eiern erinnert. Dieser leichte, proteinreiche und gesunde Salat hält sich in einem verschlossenen Behälter bis zu einer Woche im Kühlschrank. In der warmen Jahreszeit schmeckt er besonders lecker und erfrischend.

    Brötchen am Arbeitsplatz

    In Belgien essen viele Menschen, die tagsüber an ihrem Arbeitsplatz sind, ein Mittagessen aus belegten Brötchen.

    Auch wenn Unternehmen Mittagstreffen planen, werden oft Brötchen serviert. Diese Brötchen werden traditionell mit einer der folgenden Zutaten belegt:

    • Schinken
    • Käse
    • Schinken und Käse
    • Américain (stark gewürztes rohes Rindfleisch)
    • Mayonnaise-Salate wie: Fischsalat, Thunfischsalat, Eiersalat, Fleischsalat, Hühnersalat und so weiter.

    Was genau ist an diesen Salaten auszusetzen?

    Die im Handel und in der Gastronomie erhältlichen Mayonnaise-Salate lassen in puncto Qualität und Gesundheit viel zu wünschen übrig. Um Kosten zu sparen, wird hauptsächlich gesalzene und gewürzte Mayonnaise serviert, und die anderen Zutaten tierischen Ursprungs werden möglichst gering gehalten. Man sieht sich also oft mit einem Meer aus Mayonnaise konfrontiert, in dem hier und da ein Stückchen Fleisch, Fisch oder Ei schwimmt. Mayonnaise wird aus Eiern und Pflanzenöl hergestellt. Dadurch ist Mayonnaise einerseits sehr kalorien- und cholesterinreich und arm an Inhaltsstoffen mit echtem Nährwert.

    Warum weniger Eier essen?

    Als ich selbst den Wandel vom Allesesser (oder Mischköstler) zur vollwertigen pflanzlichen Ernährung durchlief, waren Eier so ziemlich das letzte Produkt, das ich aus meiner Ernährung gestrichen habe. Ich mochte zwar Omelette und Spiegeleier, aber (hart) gekochte Eier deutlich weniger. Eier schienen mir völlig harmlos, da man dafür kein Tier töten muss. Bis ich mich etwas eingehender mit der Sache befasste, einschließlich eines Blicks hinter die Kulissen der Eierindustrie.

    Dass eine Henne im Jahr 2026 etwa ein Ei pro Tag legt, halten wir für die selbstverständlichste Sache der Welt. Doch dafür wurden Hühner ein Jahrhundert lang selektiv gezüchtet. Denn um 1915 legte eine Henne im Durchschnitt nur etwa 25 Eier … pro Jahr! Und das ist auch verständlich. Kein einziges weibliches Tier pflanzt sich sein ganzes Leben lang ununterbrochen fort. Das folgt einfach den Jahreszeiten, mit langen Phasen, in denen sich der Organismus erholt.

    Eine kräftezehrende Meisterleistung

    Nur haben wir Menschen die Legehenne sozusagen „umgebaut“ und zu einer Legemaschine gezüchtet. Wenn man den Nährwert und die Inhaltsstoffe betrachtet, aus denen ein solches Hühnerei besteht, dann ist es für einen so zierlichen Vogel jeden Tag eine enorme, kräftezehrende Anstrengung, ein solches Ei aus ihrem Körper hervorzubringen. Man denke nur an die große Menge an Proteinen, Fetten und Mineralstoffen (wie das Kalzium in der Eierschale), aus denen ein solches Ei besteht.

    Wenn wir Menschen denn wenigstens ein Minimum an Dankbarkeit für das Geschenk eines solchen Eies zeigen würden, geschweige denn empfinden … Aber nein. Die durchschnittliche Legehenne – sagen wir mal: Lege-Maschine – fristet ihr elendes Dasein in der Hölle einer intensiven Hühnerhaltung (einer Legebatterie).

    Ethisch und ökologisch unverantwortlich

    Da sitzt sie nun, zusammengepfercht zwischen Artgenossinnen auf winziger Fläche, im Gestank von Exkrementen und im Lärm, während das Kunstlicht niemals ausgeht. Sie hat keinerlei Freiheit oder Platz, um normales Hühnerverhalten zu zeigen, wie das Ausbreiten ihrer Flügel oder das Nehmen von Staubbädern im Sand. Nach etwa anderthalb Jahren wird sie unerbittlich zum Schlachthof geschickt, wo ihrem Leben ein brutales Ende bereitet wird. Und das, obwohl ein Huhn normalerweise bis zu 18 Jahre alt werden kann. Das ist ethisch völlig inakzeptabel. Ein Lebewesen, das zu weniger als einer Produktionsmaschine degradiert wird.

    Wer hat da noch Lust auf ein Ei? Ich jedenfalls nicht mehr.

    Wer nur auf Zahlen achtet, muss dennoch zugeben, dass die Umweltauswirkungen der Hühnerhaltung immer noch um ein Vielfaches schwerwiegender sind als die Produktion pflanzlicher Eiweißquellen. Man denke zum Beispiel an Bohnen.

    Fork Ranger und die nüchternen Zahlen

    Was allerdings stimmt, ist, dass der ökologische Fußabdruck (Wasserverbrauch, Energieverbrauch, CO₂-Ausstoß) der Hühnerzucht deutlich geringer ausfällt als der der Rinderzucht. Also, für alle, die nicht ganz auf Fleisch verzichten möchten, aber darüber nachdenken, ihren Fleischkonsum zu reduzieren: Lasst das Rindfleisch links liegen und esst lieber Hähnchen statt Rind oder andere Wiederkäuer wie Schaf, Büffel oder Ziege.

    Eine interessante Informationsquelle über die Umweltauswirkungen von Fleisch und die Reduzierung des Konsums anderer tierischer Produkte findest du bei Fork Ranger. Die haben eine Website, eine App und eine Reihe mehrsprachiger Publikationen wie ein Kochbuch und einen Saisonkalender. Diese Jungs und Mädels scheren sich allerdings keinen Deut um Tierschutz. Sie sind einfach nur kühle Zahlenjongleure. Dennoch tragen sie dazu bei, bestimmte Dinge in die richtige Perspektive zu rücken und falsche Mythen zu entkräften. Dadurch hilft ihre Sichtweise auch dabei, Menschen zu überzeugen und so den Fleischkonsum zu senken. Jeder Schritt zählt.

  • Das allerbeste Nutella

    Kann man als Veganer jedes Mal begeistert applaudieren, wenn die Lebensmittelindustrie eine vegane Alternative zu einem bestehenden Produkt auf den Markt bringt?

    Das glaube ich nicht.

    Im Gegenteil, ganz im Gegenteil.

    Schauen wir uns anhand einer der größten Ikonen der Junkfood-Industrie einmal an, welche verabscheuungswürdige Logik hinter der Einführung pflanzlicher Alternativen steckt.

    Die Wahrheit über Nutella

    Nehmen wir zum Beispiel Nutella. Diese Marke für gezuckerten Brotaufstrich hat ebenfalls eine vegane Variante ihres Flaggschiffprodukts auf den Markt gebracht. Diese ist heutzutage in klassischen Supermärkten leicht zu finden.

    Lassen Sie uns eines klarstellen.

    Was ist Nutella eigentlich?

    Nutella ist ein stark verarbeitetes Produkt. Es handelt sich im Wesentlichen um teuer verkauften Zucker mit einem hohen Anteil an gesättigten Fetten und einem geringen Anteil an Kakao (etwa 8 %) sowie Haselnussbestandteilen (etwa 13 %, wenn man dem Etikett Glauben schenken darf), um dem Produkt vor allem optisch einen Hauch von Haselnuss zu verleihen.

    Fast ein Zehntel des klassischen Nutella ist tierischen Ursprungs, genauer gesagt Milchprodukte in Form von Magermilchpulver.

    Die Berechnung ergibt, dass Zucker und gesättigte Fettsäuren zusammen sage und schreibe 70 % (!) dieser Mischung ausmachen. Was der Hersteller natürlich nicht ausdrücklich auf dem Etikett angibt. Es werden lediglich die Anteile der sogenannten „edlen“ Bestandteile aufgeführt. So läuft es nun einmal in der Lebensmittelindustrie. Dem Endverbraucher Sand in die Augen streuen.

    Die Zutatenliste auf dem Etikett der klassischen Nutella-Packung, die in Belgien im Regal steht, ist gut lesbar.

    Und dann gab es noch die pflanzliche Variante

    Nutella gehört also zu jener Produktklasse, die einen regelrechten Angriff auf die öffentliche Gesundheit darstellt und eigentlich nicht als Lebensmittel betrachtet werden dürfte. Es sei denn natürlich, wir legen die Messlatte noch einmal tiefer und betrachten beispielsweise die grassierende Fettleibigkeit bei Jugendlichen achselzuckend als „die neue Normalität“.

    Und schauen wir uns nun einmal die pflanzliche Alternative zu diesem Junkfood genauer an. Ja, dafür braucht man eine Lupe. Denn das Etikett des veganen Nutella in den belgischen Regalen ist buchstäblich u-n-l-e-s-b-a-a-r. Es handelt sich um eine winzige, komprimierte Schriftart, die in Braun auf einem braunen Hintergrund (der an Jute erinnert) gedruckt ist. Pech für die Veganer, die doch gerade mehr als andere Menschen klar lesbare Informationen über die Lebensmittel benötigen, die sie kaufen.

    Bei genauerer Betrachtung lässt sich – wenn auch nur mühsam – feststellen, dass die vegane Nutella fast dieselbe Grundzusammensetzung wie die klassische Variante aufweist, wobei Milch lediglich als mögliches Spurenelement aufgeführt und durch Kichererbsen (oder Kichererbsenbestandteile?) ersetzt wurde. Hier werden auch Reissirup und die – natürlich wie immer vagen und rätselhaften – „Aromen“ genannt. Verstehen Sie Letzteres als „nicht näher identifizierte künstliche Zusatzstoffe“, die dazu beitragen, Sie als Verbraucher auf biochemischem Wege von dem Produkt abhängig zu machen.

    Zusammengefasst: quasi derselbe Mist wie die klassische Variante, nur ohne Milch.

    Eine aufschlussreiche kleine Rechnung

    Werfen wir nun einen Blick auf den Preis: In einem zufällig ausgewählten Supermarkt in Belgien kostet das klassische Nutella im August 2026 4,12 Euro für eine Menge von 400 g, was 10,30 Euro pro Kilogramm Produkt entspricht. Die pflanzliche Variante wird für 5,45 Euro pro 350-g-Glas angeboten. Der Kilopreis der veganen Variante beträgt in diesem Geschäft sage und schreibe 15,57 Euro. Siehe die untenstehende Vergleichstabelle. Mit anderen Worten: Sie ist um die Hälfte teurer als die klassische Variante. Die Preise variieren von Supermarkt zu Supermarkt, doch der Preisunterschied zwischen der klassischen und der veganen Variante ist auch dort proportional ebenso groß. Beachten Sie den subtilen Gewichtsunterschied zwischen dem Inhalt der beiden Gläser, die optisch jedoch gleich groß erscheinen. Das deutet auf die bewusste Schaffung von Illusionen hin, sozusagen: Täuschung.

    Art NutellaGewichtPreis Laden 1Preis Laden 2Preis/kg Laden 1Preis/kg Laden 2
    Klassisch400 g4,12 €3,59 €10,30 €8,97 €
    Pflanzlich350 g5,45 €4,85 €15,57 €13,86 €

    Zu Recht oder nicht?

    Ist dieser Preisunterschied gerechtfertigt? Rechnen wir noch einmal kurz nach. Die 8,7 % Milchpulver in der klassischen Version entsprechen einer Menge von etwa 34 g. Standard-Milchpulver kostet, im Endverbraucherpreis, ca. 18,00 bis 20,00 Euro pro kg. Angenommen, die vegane Variante enthält etwa vergleichbare 9 % Kichererbsen, entspricht dies einem Gewicht von etwa 31,5 g. Kichererbsen kosten roh im Durchschnitt etwa 5,00 Euro pro kg. Gekochte Kichererbsen und Kichererbsenmehl sind etwas teurer, nämlich 6,00 Euro bzw. 9,00 Euro pro Kilogramm. Rechnet man das alles einmal durch, so beläuft sich der Wert des Milchpulvers auf etwa 0,65 Euro pro Glas gegenüber einem Wert von 0,24 Euro pro Glas für die Kichererbsen …

    Das rechtfertigt also, wie zu erwarten war, keineswegs den Preisunterschied zwischen der tierischen und der klassischen Variante, ganz im Gegenteil.

    Verachtung für Außenseiter

    Und das ist ein herber Schlag ins Gesicht der Verbraucher, die sich pflanzlich ernähren.

    Kichererbsen sind als Rohstoff also eindeutig und mit Abstand am günstigsten. Zudem weist der Anbau der Hülsenfrucht Kichererbse einen besonders geringen ökologischen Fußabdruck auf. Demgegenüber belasten die Rinderhaltung und die Milchindustrie die Umwelt und die Ökosysteme besonders stark.

    Das allein sollte schon Grund genug sein, das klassische Nutella sofort abzuschaffen und durch die pflanzliche Variante zu ersetzen. Zumindest für diejenigen, die sich selbst oder ihre Nachkommen weiterhin mit Megadosen raffinierten Zuckers vergiften wollen.

    So sieht man, wie die meisten dieser veganen Junk-Alternativen einmal mehr die tiefe Verachtung verdeutlichen, die die Lebensmittelindustrie de facto gegenüber Menschen hegt, die aus verschiedenen Gründen nicht einfach so in ihre Schiene passen.

    Wähle das beste Nutella aus

    Für den normalen Verbraucher ohne Vorkenntnisse über Ernährung (und das ist die große Mehrheit) wird die vegane Variante als die teurere Luxusversion von Nutella wahrgenommen, die keinerlei Mehrwert bietet und die er oder sie daher links liegen lassen wird. Dieses Produkt verstärkt lediglich das Klischee: pflanzlich = teuer.

    Nur der oft etwas besser ausgebildete Verbraucher mit einem ausgeprägteren Bewusstsein greift vielleicht für dieses Produkt in die Tasche. Und wird de facto als Goldesel betrachtet. Ein begrenztes Segment „anspruchsvoller“ Verbraucher, die ihren kritischen Sinn teuer bezahlen.

    Man muss schon masochistisch sein, um dieses Produkt kaufen zu wollen. Wir sollten unser Geld lieber für gesündere und ethisch vertretbarere Alternativen ausgeben. Denn der Eigentümer von Nutella, der multinationale Konzern Ferrero, hat obendrein eine äußerst schlechte Bilanz in Bezug auf Umwelt, soziale Gerechtigkeit und Gesundheit.

    Das beste Nutella ist zweifellos das Nutella, das man links liegen lässt.

  • Zitronen-Kokos-Kugeln


    Hier ist ein einfaches Rezept für einen gesunden, süßen und zugleich erfrischenden Snack. Mit nur einer Handvoll Zutaten, die einfach roh verwendet werden.


    Der Zitronensaft und die geriebene Zitronenschale verleihen diesen Leckereien eine herrlich erfrischende Note, wodurch sie sich besonders gut für die warme Jahreszeit eignen. Fertig in etwa einer Stunde, einschließlich der halbstündigen Ruhezeit. Einige Zutaten müssen jedoch vorher etwas einweichen.

    Buchweizen

    In diesem Rezept wird Buchweizen verwendet. Das ist eine eher seltene Getreideart. Sie kann auf relativ kargen Böden wachsen. Buchweizen ist ein sehr leicht verdauliches Getreide. Er ist nahrhaft und glutenfrei, was für manche Menschen von Vorteil sein kann. Geröstete Buchweizenkörner werden auch „Kasha“ genannt.

    Im herkömmlichen Supermarkt dominiert Weizen unter den Getreidesorten. Das wirkt wie eine eintönige Monokultur. Es kann also sein, dass du für Buchweizen im Bioladen oder Bio-Supermarkt vorbeischauen musst.

    Zutaten für etwa 16 Kugeln:

    • 125 g Cashewnüsse, eingeweicht und abgespült
    • 60 g Buchweizen (pur oder vorgeröstet), eingeweicht und abgespült.
    • 40 g Haferflocken
    • 7 – 8 Datteln, entsteint
    • 20 g Kokosraspeln und ca. 20 g zusätzlich für die Hülle der Bällchen
    • Saft und geriebene Schale von 1 Zitrone aus biologischem Anbau
    • eine Prise jodiertes Meersalz oder Kräutersalz

    Einweichen oder nicht?

    Von der Buchweizen verwenden wir die ganzen Körner. Man kann sie vor der Zubereitung eine halbe Stunde lang einweichen. Sie quellen schnell auf. Spülen Sie sie nach dem Einweichen gründlich ab, bis das Spülwasser klar ist.

    Wie die meisten anderen Nusssorten lassen sich Cashewnüsse besser verdauen, wenn sie vorher eingeweicht werden. Etwa drei Stunden in kaltem Wasser reichen aus. Es geht auch schneller: etwa eine halbe Stunde in warmem Wasser. Die Cashewnüsse nehmen dabei Wasser auf und werden weicher.

    Die Haferflocken müssen Sie nicht einweichen.

    Süß und ballaststoffreich

    Als Süßungsmittel verwenden wir getrocknete Datteln, die wir entkernen. Wenn Sie weiche Medjoul- oder Mazafati-Datteln finden, können Sie diese einfach direkt verwenden. Haben Sie jedoch andere, trockenere und härtere Sorten, wie zum Beispiel Deglet-Nour-Datteln? Dann sollten Sie sie besser eine halbe Stunde lang in kaltem Wasser einweichen, um sie weich zu machen. Schneiden Sie sie vorher in kleine Stücke, das beschleunigt den Einweichvorgang. Datteln sind ein gesundes, relativ günstiges und vollwertiges Süßungsmittel. Wenn Sie sie im Ganzen essen, nehmen Sie außerdem noch zusätzliche Ballaststoffe zu Ihnen.

    So gehen Sie vor:

    1. Weichen Sie den Buchweizen, die Cashewnüsse und die Datteln wie oben beschrieben ein.
    2. Reiben Sie die Zitronenschale ab und pressen Sie die Zitrone aus.
    3. Geben Sie die Haferflocken, den Buchweizen und die Cashewnüsse zusammen in die Schüssel einer Küchenmaschine mit S-förmigem Messer und zerkleinern Sie sie grob.
    4. Fügen Sie anschließend die anderen Zutaten hinzu: die Datteln, 20 g der geraspelten Kokosnuss, die Zitronenschale und den Zitronensaft. Vermische alles weiter.
    5. Stellen Sie die Mischung dann für 20 bis 30 Minuten in den Kühlschrank, damit sie etwas abkühlt und fest wird.
    6. Nach der Ruhezeit die Masse löffelweise entnehmen und mit sauberen, eventuell feuchten Händen kleine Kugeln aus dem Teig formen.
    7. Diese anschließend in den übrig gebliebenen Kokosraspeln wälzen, damit sie ihre weiße, flockige Hülle erhalten.

    Wenn Sie die Getreide-Nuss-Mischung zu lange fein mahlen, ähnelt die Konsistenz der eines Teigs. Mahlen Sie daher weniger intensiv, damit die Konsistenz etwas grober und leicht knuspriger bleibt.

    Diese Zitronen-Kokos-Kugeln bleiben in einem verschlossenen Behälter im Kühlschrank eine ganze Woche lang frisch.

    Warum keine tierischen Milchprodukte?

    Süße Leckereien sollte man am besten selbst zubereiten. Was in den Regalen der Lebensmittelindustrie an Süßigkeiten und Gebäck angeboten wird, ist größtenteils Ramsch, der den Namen „Lebensmittel“ eigentlich nicht verdient. Die Back- und Süßwarenindustrie ist ein dankbarer Absatzmarkt für tierische Zutaten. Man denke dabei an Milch(pulver), Ei(pulver), Butter, Gelatine und dergleichen. Darüber hinaus wird noch mehr als reichlich Zucker hinzugefügt. Mit Hilfe der richtigen Menge Salz und allerlei synthetischer Aromen wird der Geschmack in Laboren so lange fein abgestimmt, bis das Produkt maximal süchtig macht.

    Nährwerte

    Zitronen-Kokos-Kugeln, pro 100 g Produkt.

    Die Werte sind ungefähre Angaben.

    Energie
    Kohlenh.
    Zucker
    Fette
    Gesätt.
    Fette
    Protein
    Ballast-stoffe
    Salz
    400 kcal55 g26,6 g19,3 g9,2 g8,8 g7,7 g0,07 g